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Dresdner Blätt´l * 12. Jahrgang |
Nummer 05 vom 16. März 2001 |
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Der Eliasfriedhof Dresden Als im Jahr 1680 zum letzten Mal in Dresden die Pest wütete, reichten die wenigen Begräbnisplätze für die große Zahl der Opfer nicht mehr aus. So wurde unter Johann Georg II der Eliasfriedhof, damals weit außerhalb der Stadt, auf dem Ziegelschlage als Pest- und Seuchenfriedhof angelegt. |
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Im Jahre 1724 wurde eine Erweiterung notwendig, als der Kirchhof um die Frauenkirche aufgehoben wurde. Dabei entstanden vermutlich nach Plänen George Bährs die barocken Grufthäuser mit den kunstvollen schmiedeeisernen Gittern. Durch diese Arkadenarchitektur erfuhr der Friedhof eine ungeheuere Aufwertung. Er entwickelte sich zum bevorzugten Begräbnisplatz des Dresdner Bildungsbürgertums im 18. Und beginnenden 19. Jahrhundert. |
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Hofbildhauer J. Ch. Kirchner (1732), Architekt Ch. T. Weinlig (1799), Komponist J. G. Naumann (1801), die Landschaftsmaler J. Ch. Klengel (1824) und J. Ch. Clausen Dahl (1857), Architekt G. J. Thormeyer (1842), J. Ch. Renner, geb. Segedin - Schillers „Gustl von Blasewitz" – (1856), Oberhofprediger Ch. F. von Ammon (1850), Stadtrat und Herausgeber des Dresdner Anzeigers Dr. J. F. Güntz (1875). Es waren vermutlich Platzgründe, die 1876 zu seiner Schließung führten. Dadurch wurde das Erscheinungsbild der Anlage, wie es bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts bestand, konserviert. In seiner kulturellen Unversehrtheit und mit seinem Bestand an Grabmalen aus der Zeit des Barock, Rokoko, Klassizismus, der Romantik und des Biedermeier, geschaffen nach Entwürfen namhafter Künstler wie Kirchner, Pettrich, Kühn, Thormeyer und C. D. Friedrich, stellt der Eliasfriedhof nicht nur ein wichtiges Zeugnis der Sozial- und Kulturgeschichte Dresdens jener Zeit dar, sondern ist auch ein Denkmal von europäischem Rang. In seiner Bedeutung ist er vergleichbar mit dem Friedhof Pere lachaise in Paris oder dem Zentralfriedhof in Wien. Der Eliasfriedhof als hervorragendes Denkmal der Dresdner Stadtgeschichte und der Sepulkralkultur des 18./19. Jahrhunderts soll nun wieder erfahrbar werden. Um weiteren Verfall und eventuelle Zerstörungen zu verhindern, sind dringend Sicherungs-, sanierungs- und teilweise Wiederherstellungsmaßnahmen erforderlich. Bitte helfen auch Sie mit, dass dieses einzigartige Museum der Grabkunst erhalten und der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden kann.
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